Die Tage des Gärtners

Vom Glück, im Freien zu sein

«Ich zog mich in mein Haus zurück und wartete auf den Frühling», schreibt Jakob Augstein im Epilog seines Buches. Ein Gefühl, das so manchen Gärtner am Ende eines langen Winters befällt. In solchen Momenten ist ein Buch wie «Die Tage des Gärtners» eine willkommene Abwechslung.


In Augsteins Erzählungen ein Gartenjahr zu durchleben, lässt vergessen, dass draussen immer noch Schnee liegt. Worüber er schreibt ist nicht einmal so wichtig. Vielmehr ist es die Art, wie er schreibt, die amüsiert und fesselt. Da bleibt man dann auch dran, wenn er im Kapitel über Immergrüne ein Plädoyer für das Rhododendron hält, eine Pflanze, die im naturnahen Garten fehl am Platz ist. Oder der Exkurs, was eine Harke ist. Darin kommen Laubbläser und ihre Träger nicht gut weg und das Lachen bleibt einem im Halse stecken. Aber ein bisschen «Schwarzer Humor» passt doch wunderbar zur dunklen Jahreszeit. Auch wenn Reinhard Mey anscheinend völlig zu Unrecht behauptet: «Der Mörder war wieder der Gärtner …»


Jakob Augstein
Die Tage des Gärtners
Vom Glück, im Freien zu sein
2012, Carl Hanser Verlag

Die Tage des Gärtners
CHF 13.50
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